Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice

Aufgaben

Fachkräfte für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice liefern, montieren und bearbeiten Küchen- sowie Möbelteile und installieren elektrische Geräte und sorgen für den fachgerechten Anschluss an Wasserleitungen und Lüftungsanlagen.

Im Lager führen sie Verpackungsarbeiten, Ein– und Auslagerungen, Waren- und Bestandskontrollen durch.

Über die handwerklichen Tätigkeiten hinaus bearbeiten sie Reklamationen, prüfen Rechnungen und Lieferunterlagen und nehmen Zahlungen entgegen.

Sie sind die Experten für Umzüge aller Art: von Privatpersonen, von Betrieben und Verwaltungen. Einsatzorte sind insbesondere die Wohn- und Geschäftsräume von Kunden, aber auch die Betriebsstätten der Unternehmen. Die Fachkräfte holen die Küchen- und Möbelteile aus dem Lager ab und liefern sie mit Transportfahrzeugen zu den Montageorten. Vor Ort beim Kunden oder vorab in den Werkstätten des Möbelunternehmens bearbeiten sie, falls erforderlich, die Möbelstücke mit speziellen Maschinen.

Sie arbeiten insbesondere in Unternehmen des Küchen- und Möbelhandels, in Möbelspeditionen und in der Möbelindustrie.

Fachkräfte für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice arbeiten zumeist im Team zusammen und sprechen die Arbeitsaufträge mit ihren Vorgesetzten ab.

Ausbildung

Der Ausbildungsberuf Fachkraft  für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice wird staatlich anerkannt. Die staatliche Anerkennung bedeutet, dass die Berufsausbildung bundeseinheitlich geregelt ist und dass die Ausbildungsberufsbezeichnung festgelegt ist und allein für diesen Ausbildungsgang verwendet werden darf.

Gegenstand der Berufsausbildung sind mindestens folgende Fertigkeiten und Kenntnisse:

  • Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht
  • Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes
  • Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
  • Umweltschutz
  • Kundenorientierung
  • Planen und Vorbereiten von Arbeitsabläufen, Arbeiten im Team
  • Umgang mit Informations- und Kommunikationssystemen
  • Kontrollieren und Sichern von Warenbeständen
  • Bearbeiten von Küchen- und Möbelteilen
  • Montieren, Auf- und Abbauen von Küchen- und Möbelteilen
  • Installieren von elektrischen Einrichtungen und Geräten
  • Durchführen von Anschlussarbeiten an Wasserleitungen und Lüftungsanlagen
  • Verpacken, Lagern und Transportieren
  • Abholung und Auslieferung
  • Behandeln von Reklamationen
  • Durchführen von qualitätssichernden Maßnahmen

Die genannten Positionen sind im  Ausbildungsrahmenplan sachlich und zeitlich gegliedert. Der Ausbildungsrahmenplan ist eine Anleitung zur sachlichen und zeitlichen Gliederung für den jeweils zu erstellenden betrieblichen Ausbildungsplan.

Abschlussprüfung
Gegenstand der Abschlussprüfung sind die während der gesamten Ausbildungszeit nach der Ausbildungsordnung zu vermittelnden Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den im  Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff.

Die Abschlussprüfung ist in einen schriftlichen und in einen mündlichen Teil gegliedert, in denen der Prüfling nachweisen muss, dass er zu selbstständigem Planen, Durchführen und  Kontrollieren sowie das Handeln im betrieblichen Gesamtzusammenhang einschließt. .

Ausbildungsdauer
In der Regel erstreckt sich die Berufsausbildung über insgesamt drei Jahre.

Ausbildungszeitverkürzung ist möglich
Der Wunsch jeden Auszubildenden ist, möglichst gut ausgebildet zu werden. Häufig soll dieses Ziel in kürzerer Zeit als in den einzelnen Ausbildungsordnungen vorgegeben, erreicht werden. Eine kürzere Ausbildungszeit wird durch die folgenden Möglichkeiten erreicht:

Verkürzung aufgrund von Vorbildung:
Die Ausbildungszeit kann durch die Vertragspartner, also zwischen Ausbildungsbetrieb und Auszubildender, bei entsprechender schulischer Vorbildung oder auch praktischer Vorbil-dung bis maximal um ein Jahr verkürzt werden. Eine Vertragsverkürzung wird im Normalfall bei Vertragsabschluß festgelegt.

Verkürzung zum Ende der Ausbildungszeit (vorzeitige Prüfungszulassung):
Jeder Auszubildende kann sich vorzeitig zur Abschlussprüfung anmelden, wenn gute schulische und betriebliche Leistungen erbracht werden.

Ausbildungsvergütung / Urlaub

In der Regel richtet sich die Ausbildungsvergütung und auch der Urlaub nach den Tarifverträgen des Speditionsgewerbes. Da Tarifverträge meist nur eine regionale Bedeutung haben,  kann es zu  Abweichungen kommen.

Nach derzeitigem Stand beträgt z.B. die Ausbildungsvergütung für Ausbildungsverhältnisse in tarifgebundenen Betrieben mit Sitz in Berlin

1. Ausbildungsjahr: 557,00 €
2. Ausbildungsjahr: 614,00 €
3. Ausbildungsjahr: 665,00 €

Berufsschulen

Für Azubis, deren Ausbildungsbetrieb sich in Berlin befindet:
Oberstufenzentrum Holztechnik Marcel-Breuer-Schule
Gustav-Adolf-Str. 66
13086 Berlin
Telefon: 030 / 912 052 17

Für Azubis, deren Ausbildungsbetrieb sich in Brandenburg befindet:
Oberstufenzentrum Dahme-Spreewald
Beethovenweg 15
15907 Lübben (Spreewald)
Telefon: 03546 / 20 18 90

Wichtige Adressen zur Berufsausbildung

Industrie und Handelskammer zu Berlin
Fasanenstr. 85, 10623 Berlin
Tel.: 030 / 31510-0

Industrie und Handelskammer Potsdam
Breite Straße, 14467 Potsdam
Tel.: 0331 / 2786-0

Verband Verkehr und Logistik Berlin und Brandenburg e. V.
Juliusstr. 52, 12051 Berlin
Tel.:  030 / 6255733
www.vsbberlin.de
info@vsbberlin.de